2017-04-21

George W. Bush als Maler

Während seiner Amtszeit war George W. Bush einer der meistgehassten Politiker der USA. Der Image-Wandel, des für seine peinlichen Auftritte berüchtigten Ex-Präsidenten, gelang ihm ausgerechnet mit der Kunst. In neuen Werken thematisiert er den Irak-Krieg. Kann das gut gehen? Die Qualität der Arbeit sei erstaunlich hoch bezeugen Kritiker. Der Maler Bush verkörpert alles das, was bei einem anderen Präsidenten derzeit schmerzlich vermisst wird. >>> Quelle ArtMagazin

Romane über Kunst

Ken Follett / Die Säulen der Erde

Noch nie war das Mittelalter so spannend!
Der Steinmetz Tom Builder träumt vom Bau einer Kathedrale. Doch wo die Säulen der Erde sich in den lichten Himmel recken, werfen sie auch tiefe Schatten auf das Leben der Menschen. Krieg und Hunger herrschen in England. Fromme und Gerechte leiden unter der Willkür des Adels: der Baumeister Tom und seine Kinder, die geheimnisvolle Ellen aus den großen Wäldern, der weise Abt von Kingsbridge und die schöne Aliena. Sie alle bleiben dem Leser dieses gewaltigen Panoramas so unvergeßlich wie William Hamleigh, der finstere Baron ...

England 1123 - 1173: Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und der Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestalt annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen ... 

TB Thalia.at >>> weitere Bücher

2017-04-20

Hunnen


Hunne auf PferdEin Römer berichtet über die Hunnen 

„Die Hunnen sind kräftig gebaut, haben feiste Nacken und sind abstoßend hässlich. Niemals schützen sie sich durch irgendwelche Gebäude ... nicht einmal schilfgedeckte Hütten findet man bei ihnen. Auf ihren kleinen, aber ausdauernden Pferden sitzen sie wie angewachsen; Tag und Nacht bringen sie auf ihnen zu; dort essen und trinken sie und sinken, über den schmalen Tierhals gebeugt, in tiefen Schlaf.
Den Kampf beginnen sie in keilförmiger Schlachtordnung und vollführen dabei ein durchdringendes Geschrei. Da sie mit größter Schnelligkeit unvorhergesehene Bewegungen ausführen können, schwärmen sie plötzlich fächerförmig aus und greifen dann an, ohne sich an eine bestimmte Schlachtordnung zu halten; dabei richten sie im weitem Umkreis ein Blutbad an.
Wegen ihrer unheimlichen Schnelligkeit wird man sie auch nicht gleich gewahr, wenn sie plötzlich einen Wall erstürmen oder ein feindliches Lager plündern. Vor allem aber sind sie als schreckliche Gegner gefürchtet, weil sie aus der Ferne mit Wurfgeschossen kämpfen, die statt mit den üblichen Metallspitzen mit scharfen, überaus kunstreich angebrachten Knochen versehen sind. Aus der Nähe fechten sie mit kurzen Schwertern, ohne Rücksicht auf das eigene Leben; während die Feinde sich gegen ihre Hiebe zu wehren versuchen, werfen sie eine Art Schlinge aus gedrehten Lappen über sie, um so die Eingefangenen, die Widerstand leisten, am Reiten und Gehen zu hindern.“ (Quelle: Uni Schwaben)

2017-03-31

Kathedrale von Rouen

Kathedrale
von Rouen
Fassade
Gotik


Fensterrose >>>












Claude
Monet

Die Kathedrale von Rouen - so heißt eine 33 Gemälde umfassende Bilderserie von Claude Monet, die zwischen 1892 und 1894 entstand. Der neue Blick der Impressionisten - das Spiel des Lichtes an der Fassade in verschiedenen Tagessituationen. Diese Bilderserie gehört zu den spannendsten, auffälligsten und überzeugendsten Studienserien der Malerei. Unter schwierigsten Umständen, auch unter Selbstzweifeln, rang der Künstler um die Darstellung seiner Überzeugung: vom selben gemieteten Beherbergungsraum aus malte er sich fast zum Umkommen, schnell mit kurzen Farbstrichen um das wahre Licht ringend.  >>> Mehr Infos (inkl Heuschober und "Impression")




2017-03-30

Weben mit Papier - Kette und Schuss


Die Weberei ist eine der ältesten Techniken der Herstellung von textilen Flächengebilden, bei dem mindestens zwei Fadensysteme, die Kette (Kettfaden) und der Schuss (Schussfaden), rechtwinklig verkreuzt werden. Die vorgespannten Kettfäden bilden den Träger, in den nacheinander die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingezogen werden. Das Erzeugnis wird in der Fachsprache als Gewebe bezeichnet, ein Begriff, der sowohl Tuche (umgangssprachlich: „Stoff“) als auch andere Produkte umfasst, wie beispielsweise gewebte Teppiche oder Tapeten. >>> Quelle

Unterstufe, Julia
Das Weben gehört, nach Holz- und Steinbearbeitung, zu den ältesten Handwerken der Menschheit und gilt bereits seit 32.000 Jahren als nachgewiesen, erheblich länger als die Töpferei.
In den Grabkammern des ägyptischen Altertums sind Gewebereste von Gewändern nachgewiesen worden. Gewichtswebstühle waren spätestens seit dem Neolithikum bekannt. Bei diesen wurden die Kettfäden mit einem Webgewicht an einem horizontalen Balken befestigt und hängen gelassen.
Einige Forscher nehmen an, dass bereits im Jungpaläolithikum gewebt wurde, wie Tonabdrücke aus dem mährischen Pavlov belegen sollen. Aus den Feuchtbodensiedlungen der Schweiz ist eine Reihe neolithischer Textilien überliefert, die entweder aus Flachs oder aus Wolle bestehen. Daneben wurde auch Rindenbast (von Linde, Ulme und Eiche) verwendet.
Gewichtswebstühle wurden bis ins Mittelalter verwendet. Das Webmaterial der Bronzezeit ist vor allem durch die Funde aus dänischen Baumsärgen bekannt. In Egtved findet sich unter anderem der erste bekannte Minirock der Geschichte.
Gewobene Textilien und Teppiche verhalfen den handelstreibenden Assyrern, Babyloniern und später den Phöniziern zu ihrem Reichtum. Sie konnten ihren technologischen Vorsprung in der Textilindustrie in Kleinasien, Persien und Arabien bis ins 13. Jahrhundert hinein behaupten. Auch die Griechen kannten das Weben. Bei Homer scheinen Weben, Spinnen und die Herstellung von Kleidungsstücken die Hauptbeschäftigung der Frauen zu sein. Nach anderen Überlieferungen konkurrierte im künstlerischen Bereich die Bildweberei ernsthaft mit der Malerei. Vasenbilder der schwarzfigurigen Zeit belegen auch hier den Gebrauch des Gewichtswebstuhls.
Aus der römischen Kaiserzeit sind Gewebe aus anderen Materialien als Wolle bekannt: ägyptisches und spanisches Leinen und chinesische Seide. Die Germanen verwendeten sowohl Woll- als auch Leinengarne. Sie woben komplizierte Muster, wie zum Beispiel der berühmte Thorsberg-Mantel belegt. Im frühen Mittelalter und in der romanischen Kunstperiode beherrschte die orientalische
Webkunst den Weltmarkt.
Sassanidische, sarazenische und byzantinische Seiden- und Wollengewebe waren mit reichen Ornamenten verziert und gearbeitet. Aus ihnen wurden Prunkgewänder für Kaiser, Fürsten, Ritter und den Klerus hergestellt.
Ebenfalls über Byzanz kam die Seide nach Europa.
Auch in Europa begann die Weberei als Industriezweig aufzublühen. In Augsburg gab es Mitte des 15. Jahrhunderts eine Weberzunft mit über 700 Mitgliedern. Vielerorts, so etwa im Mühlviertel, wurden in den Gemeinden mit einem hohen Anteil von Webern, oftmals die Hälfte der Bevölkerung, eigene Webermärkte abgehalten.





2017-03-29